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Besorgungsleistung iZm Befreiungsbestimmung § 6 Abs 1 Z 3 Lit a

Sehr geehrter Herr Fritsch,
stellen die Befreiungsbestimmungen des § 6 Abs 1 Z 3 lit a UStG und die der sub lit aa und bb UStG jeweils gesonderte Tatbestände dar? Kann die Befreiungsbestimmung nach § 6 Abs 1 Z 3 lit a UStG auch angewendet werden ohne dabei in die eine oder andere sublit zu fallen?
Bsp: Der Spediteur Rasch besorgt für den Wiener Unternehmer Groß die Beförderung einer Ware von Wien nach Zürich, wobei die Beförderung selbst vm Fraachtführer Flott bis vor die österreichischen Grenze und von einem weiteren Frachtführer Schnell aus Ungarn von Österreich bis zum Bestimmungsort durchgeführt wird.
Lösung: Flott: Bis zum 31.12.2018: Beförderungsleistung in Ö (§ 3a Abs 6), jedoch steuerfrei nach § 6 Abs 1 Z3 lit a sublit bb (sonstige Leistung, die sich unmittelbar auf Gegenstände der Ausfuhr beziehen). Ab 1.1.2019 Gilt für die Steuerbefreiung nach sublit bb als zusätzliche Voraussetzung, dass diese Leistung unmittelbar an den Versender oder den Empfänger der Waren erbracht werden
Schnell: Beförderung von der Grenze nach Zürich; Beförderungsleistung (§3a Abs 6 – Empfängerort), jedoch nach § 6 Abs 1 Z 3 lit a steuerfrei
Rasch: Besorgung der Beförderung von Wien nach Zürich (§ 3a Abs 4: auf Besorgung Regelung über besorgte Leistung entsprechend anwenden) – Besorgung der Beförderung in Ö (§ 3a Abs 6 – Empfängerort), jedoch nach § 6 Abs 1 Z 3 lit a steuerfrei

Vielen Dank im Voraus!

Liebhaberei Wegfall

Hallo, ich hoffe die Frage ist noch nicht zu spät.

Wie ist die UStR 2073 zu verstehen: „Lag – bspw infolge LIEBHABEREI- niemals eine unternehmerische Betätigung vor, kann auch keine Veränderung der Verhältnisse iSd § 12 (10) eintreten.“

Dies würde nämlich gegenteilig zur Musterlösung der Klausur 12.10.2016 U 2.2. lauten. Dort wurde nämlich beim Wechsel aus der Liebhaberei eine entsprechende Vorsteuerberichtigung durchgeführt.

Besten Dank,
Benjamin Wiesbauer

Umwandlung und nachfolgender Verkauf eines Grundstückes

Umwandlungsbeispiel KOWO-GmbH (Frisch-Unterlagen) – ein Alt-Grundstück wird vom 100%-Kommanditisten an die umgewandelte GmbH & Co KG (§ 5/1-Ermittler) vermietet – folglich SonderBV mit 100%iger Einlage gem. § 6 Z 5 EStG.

Ein Jahr später wird das Grundstück verkauft – Lösung: auf GuB wird gem. § 4 (3a) Z 3 lit a die PE angewendet – auf das Gebäude wird die PE gem. § 4 (3a) Z4 die PE bis zum Einlagewert angewendet und darüber hinaus die Regelermittlung.

Die Lösung ist mir nicht ganz klar – GuB und Gebäude stellen doch Altvermögen dar, warum kann ich nicht beide voll mit der PE besteuern? Sinn und Zweck ist es doch, dass das Grundstück zur Gänze 1x besteuert wird und hier handelt es sich doch um Altvermögen, warum kann darf ich für das Gebäude nur die PE bis zum Einlagewert anwenden?

Danke

SonderBV – Bsp Rainer

Wenn jemand eine Liegenschaft als Gesellschafter an die OG vermietet, dann gehört diese Liegenschaft zum SonderBV – Einlage iHd Beteiligung und Rest anteiliger Verkauf – dient zur Vermeidung der Verschiebung von sR (soweit so klar).

Ich frage mich nur, wie es dann einen step weiter aussieht. Die Liegenschaft wird wohl beim vermietenden Gesellschafter in der Sonderbilanz landen – wie erfolgt die Darstellung beim anderen Gesellschafter, der anteilig erwirbt? Auch in der Sonderbilanz (er hat ja keinen Leistungsbeziehung mit der OG)?

Danke

AbgR I – Klausur 16.10.2018 – Zusammenschluss

Bei dem Klausurbeispiel – Zusammenschluss vom 16.10.2018- war gegeben, dass Emil und Frida eine OG gründen. Emil überträgt seinen Betrieb ein und erhält dafür 100% der Anteile und Frida erhält 0% (nur eine Haftungsprämie) und vermietet fremdüblich eine Liegenschaft an die OG.

Lösung zur Liegenschaft: Aufgrund der Vermietung der Liegenschaft durch einen Gesellschafter wird das Grundstück zum SonderBV. Allerdings erfolgt einen Einlage zu 100% und kein partieller Verkauf an Emil (ich glaube im Kurs wurde dazu ergänzt, weil die Mitunternehmerinitiative… fehlt).

Könnten Sie bitte noch einmal kurz erläutern warum es zu keinem partiellen Verkauf kommt – die Lösung ist mir nicht ganz schlüssig.

Danke

Verschmelzung – internationale Schachtel

Im Fachkurs gibt es ein Beispiel bei dem der SV folgender ist:

A-GmbH (AT) ist zu 100% an der B-GmbH (AT) beteiligt. A-GmbH hält zudem eine 5%-Beteiligung an der ausländischen Gamma-GmbH, an welcher die B-GmbH ebenfalls zu 30% beteiligt ist. Die B-GmbH wird auf die A-GmbH verschmolzen.

Frage: Wie wirkt sich dieser Verschmelzungsvorgang auf die Beteiligung der Gamma-GmbH aus?

Antwort lt. Lösungsheft: weder entsteht eine Schachtel noch wird eine Schachtel erweitert, da die A-GmbH vor der Verschmelzung direkt zu 5% beteiligt ist und indirekt zu 35%.

Ich wäre davon ausgegangen, dass die Schachtel bei der B-GmbH (30%) um die 5% der A-GmbH erweitert wird (+1 Jahresfrist). Ich verstehe allerdings die Lösung nicht.

Danke

keine Rückwirkungsfiktion Aufspaltung §33 (4) UmgrStG

Nach §33 (4) sind bei der Aufspaltung Gewinnausschüttungen, Einlagen und Einlagenrückzahlungen nach dem Stichtag von der Rückwirkungsfiktion ausgenommen. Bedeutet dies, dass im Falle eines Beschlusses über eine Gewinnausschüttung nach dem Stichtag ich zwar keine Verbindlichkeit in der Übertragungsbilanz habe, allerdings der übernehmende Rechtsträger diese in seiner Eröffnungsbilanz ausweisen muss?