Beitrag 11: Ein tolles Regierungsmitglied

Zitat aus der Homepage des ORF vom 8.1.2021 17.35:

Plagiatsvorwürfe gegen Ministerin Aschbacher

Der für seine Plagiatsprüfungen bekannte Medienwissenschaftler Stefan Weber ortet in der Diplomarbeit von Arbeits- und Familienministerin Christine Aschbacher (ÖVP) schwere Mängel. „Plagiate, falsche Zitate, mangelnde Deutschkenntnisse“ schreibt Weber dazu in seinem Blog – Aschbachers Arbeit sei „eine einzige wissenschaftliche Katastrophe“.

Im Büro der Ministerin zeigte man sich Medienberichten zufolge von den Vorwürfen völlig überrascht. Man müsse sich diese erst in Ruhe ansehen, hieß es dazu etwa im „Kurier“. Aschbacher habe ihre Diplomarbeit 2006 „nach bestem Wissen und Gewissen“ verfasst. Sie habe dafür sogar die Note Sehr gut bekommen, wie der „Standard“ mit Verweis auf Angaben von Aschbachers Pressesprecher berichtete.

FH will Vorwürfe prüfen

Der Zeitung liegt eigenen Angaben zufolge auch eine Stellungnahme der Fachhochschule Wiener Neustadt vor, wo Aschbacher den Studiengang „Wirtschaftsberatende Berufe“ besuchte. Die FH wolle „die Tatsachen beurteilen und, wenn erforderlich, Maßnahmen ergreifen“.

Sollte die Hochschule zu dem Schluss kommen, dass der Magister-Grad durch das Vortäuschen wissenschaftlicher Leistungen erschlichen wurde, ist er wieder abzuerkennen. Dafür ist allerdings nicht nur das eine oder andere schlampige Zitat nötig: Eine Erschleichung ist erst dann anzunehmen, wenn einerseits Täuschungsabsicht vorliegt und andererseits „wesentliche Teile“ ohne entsprechenden Ausweis abgeschrieben wurden.

Dissertation an slowakischer Uni

Konsequenzen hätte eine Aberkennung des Magistergrads auch für den PhD-Titel Aschbachers. Im vergangenen Frühjahr reichte Aschbacher – bereits als Ministerin – ihre Dissertationsschrift an der slowakischen Technischen Universität in Bratislava ein und verteidigte sie im August erfolgreich. Auf etwas über 130 Seiten beschäftigt sich die Politikerin in der Dissertation mit dem „Entwurf eines Führungsstils für innovative Unternehmen“ – so der Titel der Arbeit, die im Onlinekatalog der Universität abrufbar ist.

Auch in dem Text finden sich viele Stellen in zumindest holprigem Deutsch. „Nehmen Sie Smart-Risiken, schnellen Ausfall und Geben Sie nicht auf“, heißt es etwa an einer Stelle, in der der Text auf den britischen Unternehmer Richard Bronson Bezug nimmt. „Wenn die Analysten in ihre Zimmer kamen, die sie erwartet haben, um den Computer zu berühren“, heißt es an einer anderen Stelle, an der sich Aschbacher den Führungsqualitäten von Steve Jobs widmet.

Übersetzt mit Google Translate?

Die teilweise kaum noch verständlichen Sätze erwecken den Eindruck als entstammten sie direkt einem automatischen Übersetzungsprogramm. Tatsächlich scheint das bisweilen der Fall zu sein. Puls24 berichtet etwa von einer Stelle, bei der augenscheinlich Teile eines „Forbes“-Artikels von Google Translate übersetzt wurden und dann weitgehend unverändert in die Arbeit kopiert wurden.

Weber sah sich auf seinem Blog bisher nur die Kurzfassung der Dissertation an, entdeckte aber auch dort „schwerwiegende Plagiate, noch schwerwiegender und länger als in der Diplomarbeit“. Der Medienwissenschaftler will heute noch ein Ergebnis liefern, wie er zu ORF.at sagte.

Tatsächlich hätte eine Aberkennung des Magistergrads auch Konsequenzen für den PhD-Titel Aschbachers, den sie im Vorjahr in der Slowakei mit einer Dissertation zum „Entwurf eines Führungsstils für innovative Unternehmen“ erlangt hatte. Unabhängig von der Dissertation wird im Regelfall ein Titel, der auf Grundlage einer erschlichenen Studienzulassung erlangt wurde, ebenfalls aberkannt.

mars, ORF.at/Agenturen

Kommentar KF:

Dafür bekommt man ein Doktorat und wird Minister. Hauptsache jung, weiblich und rhetorisch geschult….. Das sind dann die Leute, die im Ministerrat über Gesetzesvorlagen (mit)entscheiden, die 9 Millionen Menschen in Österreich mittelbar oder unmittelbar betreffen.

Tolle Auswahl!

Beitrag 10: Wieviel lassen wir uns noch gefallen?

Mit heutigem Tag war es möglich, die gesetzliche Grundlage für künftige Verordnungen im Entwurfsstadium downzuloaden. Was fällt auf? Gegenüber der ursprünglichen Ansage, wonach dies für 1 Woche vom 18.1. – 24.1.2021 gilt, ist keine Rede mehr.

 

Offensichtlich wird die Teilnahme an Veranstaltungen jedweder Art oder der Besuch von Lokalen daran gebunden sein, ob man einen aktuellen amtlichen Test samt einem entsprechenden Zertifikat (das schreibe ich bewusst so) hat. Es wird also nicht genügen, sich selbst zu testen – man wird darauf angewiesen sein, dass diese eine zertifizierte Stelle macht. Ob man beim Schlangestehen ein erhöhtes Infektionsrisiko hat oder nicht, ist augenscheinlich egal.

 

In Wien haben wir eine „Inzidenzzahl“ von 121. Was heißt das. Pro 100.000 Einwohnern sind 121 infiziert. 121 von 100.000 – das sind ca. 1,2 Promille. Wenn wir jetzt annehmen, dass ca. 20% der Infizierten krank sind, dann wären das bei 121 Infizierten 24 Kranke. 24 Kranke von 100.000 Einwohnern. Das sind 0,24 Promille.

 

Lohnt es sich, dafür den Kindern weniger Ausbildung zukommen zu lassen? Lohnt es sich, das Gesellschaftsleben, die Wirtschaft, den Tourismus etc in Schutt und Asche zu legen? Ganz ehrlich, NEIN. Ich halte das, was hier abläuft, für vollkommenen Wahnsinn. Es traut sich nur hierzulande niemand mehr aufzustehen und seine ehrliche Meinung zu äußern. Wir lassen uns einfach alles gefallen.

 

Wieder hat der VerfGH eine Verordnung für rechtswidrig erklärt. Wieder ist es egal, sie íst ja nicht mehr in Kraft. Offensichtlich legt es unser junger Bundeskanzler bewusst darauf an, mit Normen unser aller Leben zu beeinflussen, bei denen bereits bei Rechtskraftwerdung zumindest ernstlich in Zweifel gezogen werden kann, ob sie unserer Verfassung entsprechen. Who cares? Niemand.

 

Ein Auszug aus der Homepage des Verfassungsgerichtshofes mit Eintrag vom 23.12.2020:

COVID-19: Maskenpflicht im Schulgebäude und Klassenteilung im Frühjahr waren gesetzwidrig

Entscheidungsgrundlagen des Bildungsministers waren nicht erkennbar.

 

Jetzt kommt das Ganze wieder – das darf doch einfach nicht wahr sein.

 

Ca. 1 Jahr Bundesregierung unter unserem jungen Bundeskanzler und das Resultat

  • Abkehr von den Prinzipien des Rechtsstaates
  • willkürlicher Polizei- und Verwaltungsstaat ohne mängelfreie Rechtsgrundlage

ist wahr geworden. Die Regierung wird von Medien gestützt, deren wichtigste Ertragsquelle wiederum die Regierung in Form von Medienförderung und Werbeschaltungen ist. Leider darf man hierzulande nicht sagen, dass die Lenkung der Massen via Werbeschaltungen und Medien in Österreich bereits einmal höchst erfolgreich versucht wurde und mit einer extrem breiten Zustimmung geendet hat…. Das „Endresultat“ war dann etwas weniger gelungen – aber egal. Was kümmert das den Basti? Wichtig ist, dass jetzt niemand kritisch hinterfrägt, was er tut.

 

Wir brauchen dringend Schutz. Nicht vor COVID-19, sondern vor politischen Kräften, die vollkommen überfordert sind und die mediale Selbstdarstellung und Effekthascherei über das Wohl Aller stellen. Sie zerstören mit ihrem Verhalten das, was wir uns seit Jahrhunderten aufgebaut haben und kommen augenscheinlich durch damit. Sehr traurig.