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Vorsteuerberichtigung Änderung der Verhältnisse

S.g. Herr Fritsch,

folgende Frage hat sich mir kürzlich beim Lernen gestellt.
Eine KG besitzt eine Immobilie, welche seit Jahren umsatzsteuerpflichtig vermietet wird. (Mieteinkünfte rund EUR 5.000 pro Monat netto). Nun wird bspw. im Juli 2020 das Objekt USt-Frei um EUR 2 Mio verkauft. Die Frage stellts ich jetzt, wie die unterjährig angefallenen Verwaltungsaufwendungen (zB Steuerberatung) umsatzsteuerlich behandelt werden. Muss ich spätestens in der Jahreserklärung einen Mischsatz ermitteln und die bereits in Abzug gebrachten Vorsteuern für die Verwaltungsaufwendungen aliquot rückzahlen? Oder kann hier argumentiert werden, dass es bis inkl. Juni keinen kausalen Zusammenhang mit dem umsatzsteuerfreien Verkauf gab? Wenn ich doch aufteilen muss, muss ich tatsächlich EUR 30.000 Mietumsätze den EUR 2 Mio Verkaufserlös gegenüberstellen? Dies würde ja einen nur sehr geringen Vorsteuerabzug bedeuten?

Besten Dank im Voraus für die eventuelle Beantwortung. Dieses Kursformat finde ich übrigens sehr interessant und genial!
Benjamin Wiesbauer

Bsp 2.4 Oktober 2018

Sehr geehrter Herr Mag. Fritsch,

ich hätte eine Frage zu Beispiel 2.4 von der Klausur Oktober 2018. Zum Kundenstock – laut Lösung:
„§ 6 Abs 1 Z 26 UStG: Hilfsgeschäfte von unecht steuerfreien Unternehmern sind steuerfrei. Von der Befreiungsvorschrift sind aber nur Lieferungen, nicht aber sonstige Leistungen umfasst.
Unter einer „Lieferung“ ist die Übertragung der Verfügungsmacht über einen körperlichen Gegenstand zu verstehen. Ein Kundenstock ist kein körperlicher, sondern ein unkörperlicher Gegenstand. Aus diesem Grund stellt die Übertragung eines Kundenstocks eine sonstige Leistung im Sinne von § 3a Abs 1 UStG dar.“

Allerdings steht in den Richtlinien RZ 991 genau das Gegenteil: „Beispiel: Ein Versicherungsvertreter, dessen Umsätze nach … steuerfrei sind, stellt seine Tätigkeit ein und veräußert seinen Kundenstock. Die Übertragung des Kundenstock ist steuerfrei.“

Was ist hier zu beachten, bzw. was muss ich hier noch berücksichtigen damit ich zu der oben angeführten richtigen Lösung komme?

Vielen Dank vorab!

FinStrG

Sehr geehrter Herr Mag. Fritsch,

mir ist unklar, wie genau sich die Verfolgungsverjährung bei einem Versuch der Abgabenhinterziehung auswirkt, wenn zB vier Jahre später dennoch ein Bescheid erlassen und dadurch der Versuch vollendet wird. Wird dadurch der Fristenlauf neuerlich ausgelöst?

Mit der Bitte um Antwort.

Vielen Dank und mfG