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Vorsteuerabzug, Differenzbesteuerung, pauschalierter LuF, Liebhaberei, Stillstandsklausel

Sehr geehrter Mag. Fritsch,

ich wäre dankbar, wenn wir auf folgenden Fragen in der Wiederholung am 24. Juli nochmal eingehen könnten:
• Zu Beispiel c) beim Vorsteuerabzug § 12 Abs 1-3 aus Ihren Unterlagen:
o Die Gemeinde hat im ursprünglichen Beispiel keinen VSt-Abzug, da der Radweg für den Hoheitsbereich errichtet wurde und die Gemeinde hier als Nicht-Unternehmer nach § 2 Abs 3 UstG gilt. Würde die Gemeine nun nach der Errichtung noch weitere Investitionen vornehmen, die ausschließlich für die Vermietung der Fläche zu Werbezwecken an Dritte erfolgen, wie z.B. die Errichtung von großen Werbetafeln, hätte die Gemeinde dann hierfür einen Vorsteuerabzug nach § 12 Abs 1(wenn die Einnahmen mehr als die 2.900 EUR betragen würden)? Wäre sie hiermit dann unternehmerisch tätig, da sie einen Gewerbebetrieb nach § 28 oder § 31 BAO (unter der Annahme das § 32 BAO nicht vorliegt).
• Zu Bsp. 1.2 in der Klausur Abgabenrecht II vom 16.10.2020
o Ich weiß, dass haben wir im Kurs schon besprochen, aber es ist mir trotzdem noch nicht ganz klar: wieso ist die Vermietung, die als umsatzsteuerliche Liebhaberei klassifiziert ist in unionsrechtskonformer Interpretation (Art. 135 Abs 1 MwStSyst-RL und Rz 168 LRL) zwingend unecht steuerfrei, wenn doch bei Interpretation der nationalen Gesetze nach § 2 Abs 5 Z 2 UStG iVm § 1 Abs 2 Z 3 Liebhaberei-VO (LVO) und § 6 LVO die Vermietung dann gar nicht unternehmerisch ist und somit nicht steuerfrei, sondern nicht steuerbar wäre? Wieso wird in der Musterlösung zur Klausur dann „Dem entsprechend ist Giacomo kein Kleinunternehmer, sondern muss seine Umsätze versteuern und kann Vorsteuern abziehen.“ Selbst wenn die Vermietung nach der Interpretation auf Basis von Art. 135 Abs 1 MwStSyst-RL steuerbar wäre, müsste es doch nach dieser Interpretation steuerfrei sein?
• Zu Beispiel b) bei den Sonderformen der Besteuerung §§ 22-25a aus Ihren Unterlagen:
o Wieso unterliegen die Weinverkäufe ab Hof lt. Ihrer Lösung der Zusatzsteuer nach § 22 Abs 2 UStG. Der erste Halbsatz nimmt doch die Verkäufe aus, die unter § 10 Abs 3 Z 11 UStG fallen. § 10 Abs 3 Z 11 UStG bezieht sich auf die Lieferung von Wein aus frischen Trauben im Rahmen eines LuF-Betriebes…
• Zu Beispiel b) bei den Ausgewählten Sachverhalten § 24 aus Ihren Unterlagen:
o Wieso ist die Anwendung der Differenzbesteuerung obligatorisch beim Handel mit Gebrauchtwagen im B2C Bereich lt. § 4 Abs 4 iVm. § 24 Abs 1 UStG? Gilt hier nicht die Optionsmöglichkeit zur Regelbesteuerung nach § 24 Abs 12 UStG?
• Allgemein: könnten Sie bitte nochmal die Stillhalteklausel in Bezug auf die steuerliche Behandlung des Arbeitszimmers erläutern?
• Wieso kann der Verkauf des Kundenstocks eines Versicherungsmaklers, der ja trotz gegenteiliger Auslegung in Rz 991 UStR keine (steuerfreie) Lieferung, sondern eine Leistung darstellt und somit nicht unter die Befreiung von § 6 Abs 1 Z 26 iVm § 12 Abs 3 Z 1 und 3 iVm § 6 Abs 1 Z 13 UStG fällt, nicht nach Art. 135 Abs 1 lit a steuerfrei behandelt werden?

Herzlichen Dank!

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