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Verfolgungshandlungen iSd FinStrG und Rücktritt vom Versuch

Sehr geehrter Herr Fritsch: Ich darf Sie um kurze Diskussion in der Vorlesung ersuchen, was genau unter Verfolgungshandlungen zu verstehen ist – auch in Zusammenhang mit dem Unterschied des „Bekanntsein-Müssens“ in § 14 und § 29 FinStrG.

Weiters würde ich gerne besprechen, wann konkret (vielleicht haben Sie hier Praxisbeispiele) ein Rücktritt vom Versuch noch möglich ist. Dies ist ja grundsätzlich der Fall, wenn die Tat noch nicht bewirkt ist gem. § 33 (3). Es gibt aber ein Klausurbeispiel 3.1 in der Klausur vom 16.10.2018 und ich würde hier meinen, dass bereits Verfolgungshandlungen gesetzt sind (da auch der „Erfolg nicht mehr abgewendet werden kann“, da das Finanzamt Belege haben möchte), dies dem Täter bekannt ist und daher gem. § 14 (2) lit a nicht mehr straffrei vom Versuch zurückgetreten werden kann. § 29 (3) lit a und lit b sind ebenfalls erfüllt, daher mE auch keine Straffreiheit mehr durch eine Selbstanzeige. Vielleicht können wir auch kurz den Unterschied zwischen § 29 (3) lit a und lit b diskutieren. Vielen Dank!

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