PQA 2 – ein fall mit Verspätung

Sehr geehrter Herr Mag. Fritsch,

Vielleicht können Sie den Fall noch aufnehmen, er ist mir nicht ganz klar.
Stammt aus dem Prüfungstraining AR II

Hier die Angabe:

Ein österreichischer Marmeladenhersteller Ö kauft von österreichischen landwirtschaftlichen Großbetrieben (nicht pauschaliert) die 2020er Marillenernte und beauftragt den österreichischen Lebensmittelhersteller V, Marillenmarmelade zu produzieren. Die Landwirte werden beauftragt, die Marillen direkt an den österreichischen Verarbeitungsbetrieb zu liefern. Der österreichische Marmeladenhersteller Ö verkauft die „echt österreichische Marillenmarmelade“ an Hotelbetriebe in der Türkei, Ägypten und Tunesien. Die Versendung an die Hotelbetriebe erfolgt durch einen Frächter im Auftrag des Ö.

Und das ist die Musterlösung:

Lieferung der Marillen von AT Großbetrieben an Marmeladenhersteller Ö: xOrt = 3/8: Ö (Beginn Beförderung) xGegenstand (Marillen) kann vor Ausfuhr im Auftrag des Abnehmers be- oder verarbeitet werden (hier zu Marillenmarmelade) xAusfuhrnachweis über Marillenmarmelade (nicht Marillen) nicht schädlich xAusfuhr nach § 7 Abs 1 Z 2, da V als Beauftragter des Ö befördert Æ ausl. Abnehmer erforderlich Æ Ausfuhr daher nicht steuerfrei Verarbeitung durch AT Lebensmittelhersteller V an AT Marmeladenhersteller Ö: x§ 3a Abs 6 Æ Ö xKeine Lohnveredlung § 8 (Marillen wurden zwar zum Zwecke der Verarbeitung in der EU gekauft, aber es fehlt am ausländischen Auftraggeber) xLeistung steuerbar und steuerpflichtig, Transportleistung durch Frächter an Ö xLeistungsort gem § 3a Abs 6 –> Ö x§ 6 Abs 1 Z 3 lit a steuerfrei

Was bereitet mir Kopfzerbrechen?

Warum werden hier die Vorbereitungshandlungen zur Ausfuhr untersucht? Warum kann ich den Umsatz zwischen den Landwirten und dem Ö nicht einfach als Inlandsumsatz sehen?
Ich habe hier irgendwo einen Denkfehler.
Danke!

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