Beitrag 9: Schlimmer geht’s immer

Wenn Du glaubst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. Hoffentlich. Hoffentlich bald und hoffentlich ein sehr starkes Lichtlein, denn das, was sich bei uns abspielt, nimmt langsam beängstigende Ausmaße an.

 

Die Neuinfektionszahlen gehen augenscheinlich nicht in dem Ausmaß zurück, das sein sollte.

 

Warum das? Ich bin kein Virologe und sicher kein medizinisch Sachverständiger und kann deshalb keine virologische Begründung liefern. Was ich aber kann, ist mich umzusehen und zu denken. Die Menschen hatten Aufnahmefähigkeit für 1 Lockdown, nicht aber für 2. Egal, wohin ich sehe: Das Problembewusstsein hat dramatisch abgenommen. Dafür orte ich ein massives Mitverschulden bei unserer Bundesregierung: wer das Volk 1x so für blöd verkauft, hat keinen Kredit für ein zweites Mal.

 

Unser junger Bundeskanzler lässt m.E. keine Gelegenheit aus, neue Fehler zu begehen. Sein neues Lieblingsprojekt: der Schnelltest ab 7. Dezember. Was ist die Folge, wenn man positiv ist: man muss einen PCR-Test machen. Was ist die Folge, wenn man es nicht ist: keine. Großartig durchgeplant. Wird sicher ein großer Erfolg werden. Wenn sich jemand 1 Tag nachher ansteckt? Pech.

 

Hätte es eine Alternative gegeben: Ja. Zuerst testen, und zwar alle und zwar richtig. Binnen 1 Woche. Ohne Ausnahme. Verbunden mit einer 14tägigen Zwangsquarantäne, wenn jemand positiv ist. Verbunden mit einer lückenlosen Grenzkontrolle incl. Testung. Schließung der öffentlichen Verkehrsmittel – ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menschenansammlung dort kein Risiko darstellt.

Nach 3 Wochen gibt es kein Corona mehr. Besser ein Ende vom Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

 

Das hätte man aber vorher machen müssen. Nicht das Land wieder in Schritten zurückfahren und 1 Monat danach(!) zu testen beginnen.

 

Ich frage mich, wie es am 7. Dezember weitergeht. Die Jahreszeit und das bevorstehende Weihnachtsfest machen die Sache m.E. richtig schwierig:

  • Verlängerung des Lockdowns: Wahnsinn für Gastronomie und Hotellerie. Der 80%ige Umsatzersatz führt zu abartigen Vermögensverlusten für die Republik und von der 80%igen Höhe wird man nicht mehr wegkommen. Frage wäre noch, wie lange: 7 Tage ist lächerlich, 21 Tage haut der Gastronomie alles zusammen und führt über Weihnachten. Schwierig.
  • Beendigung des Lockdowns wie geplant: Fast nicht argumentierbar, wenn die Neuinfektionen so hoch bleiben.
  • Fauler Kompromiss: Das wird sicher gewählt werden. Logisch, wer Menschen an seiner Spitze hat, die ausschließlich Berufspolitiker sind und keinerlei Managementerfahrung haben, braucht sich über politische Lösungen nicht zu wundern. Man wird aufsperren, aber nicht für lange, an jedem Zehnertisch nur mehr 2 Menschen uvm. Alle müssen einen blöden Stofffetzen tragen, der überhaupt nichts bringt außer ein Infektionsbecken für Bakterien darzustellen – effektiven (medizinischen) MNS trägt heutzutage glaube ich fast gar keiner mehr.

 

Unsere Bundesregierung hat uns so richtig ins Eck manövriert. 14 Tage vorher wäre alles viel leichter gewesen. 1x scharf und strategisch nachgedacht (zB Massentestung und Isolierung) und wir wären noch vor Weihnachten aus der Malaise draußen gewesen.

 

Wenn wir nicht langsam eine Medizin (keinen Impfstoff, sondern ein Arzneimittel!) bekommen, sieht es düster aus.

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