Differenzbesteurung und Kleinunternehmergrenze

Rz 995 idF Wartungserlass 2019: für Berechnung KLU-Grenze gem § 6 (1) 27 sind Umsätze, bei denen die Differenzbesteuerung (§ 24) zur Anwendung kommt, nicht mehr mit der Bemessungsgrundlage für die Differenzbesteuerung (= “Marge”) – sondern quasi mit den Umsätzen nach den allgemeinen Vorschriften gem § 4 zu berücksichtigen. Ist die Annahme richtig, dass diese Aussage natürlich auch im Zusammenhang mit Rz 997 gilt – also für die Berechnung der Toleranzgrenze für VORJAHRE; konkret: wenn bisher auf Grund der Anwendung von Rz 995 (“alte Fassung”) die KLU-Grenze bzw. die Toleranzgrenze NICHT überschritten war, dies aber auf Grund der neuen Fassung Rz 995 aber in der Vergangenheit der Fall gewesen WÄRE, konkret, die Toleranzgrenze überschritten worden wäre, dann ist die Toleranzgrenze hinkünftig “verwirkt” bzw. bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen, § 6 (1) 27 für die Folgejahre nicht mehr gegeben, also keine Kleinunternehmereigenschaft mehr gegeben.

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