Beitrag 13: Österreich hilft Portugal

Österreich verhängt seit Monaten einen „harten Lockdown“. Dieser verhindert z.B. seit Anfang November das Öffnen von Hotels und Gastronomiebetrieben. Ein ganz wichtiges Argument hierfür höre ich immer wieder von Regierung und Fr. Rendi-Wagner: Das Gesundheitssystem darf nicht überlastet werden. Leben vor Geld. Egal, wie negativ die Folgen für Hunderttausende oder sogar Millionen Österreicher sind. Die Intensivstationen dürfen nicht überlastet werden.

Heute sickert in den Medien durch: Wir helfen Portugal. Dort gibt es keinen Platz mehr. Ich bin auch Mensch – keine Frage. Ich gehöre auch ganz sicher nicht ins rechte Lager und demonstriere das seit vielen Jahren. Aber dieses Hilfsmanöver ist für mich einfach unfassbar frech.

Wir vernichten durch einen vollkommen überzogenen, nicht mehr wirkungsvollen und nicht im Verhältnis zu den Kollateralschäden stehenden Lockdown Teile des sozialen und wirtschaftlichen Gefüges, damit wir freie Kapazitäten in den Spitälern haben und dann nutzen wir diese, um den Portugiesen zu helfen und deren Kranke hier zu behandeln? Gleichzeitig erklären wir den Hoteliers und Gastwirten, dass sie weiterhin geschlossen bleiben müssen?

Beispiel Wien gestern:

  • 241 Neuinfizierte
  • Annahme: eine Infektion dauert 10 Tage
  • heißt 2.410 Infizierte in ganz Wien
  • Wien hat ca. 2 Millionen Einwohner
  • Infektions- (nicht aber Krankheits-)Durchdringung ca. 1,25 Promille (!!)
  • Hotels und Gastronomie bleiben geschlossen!

Tu felix Austria…

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