10a Zurechnung

Sehr geehrter Herr Fritsch,

leider etwas zu spät hat sich für mich noch eine Frage ergeben:

In den pädagogischen Übungs- und Diskussionsbeispielen zur Körperschaftsteuer im „Steuergesetzte verstehen Kurs (Herbst 2020)“ gibt es auf Seite 1 zu den KSt-beispielen: Passiveinkünfte niedrigbesteuerter Körperschaften § 10a das Bsp d):

Angabe: Die inländ. A-GmbH hält 30% an der deutschen B-GmbH, welche wiederum 70% an der maltesischen M-Ltd hält. Zusätzlich hält die A-GmbH direkt 30% an der M-Ltd.

Wenn ich es richtig verstehe liegt der „Beherrschungssatz“ in diesem Beispiel bei 100% (30% hält die A-GmbH selbst an der M-Ltd) + 70% über verbundenes Unternehmen (B-GmbH). Daher ist der Beherrschungstatbestand erfüllt. Die Hinzurechnungsquote beträgt aber 51% (0,3 + 0,3 x 0,7).
Wie wäre es, wenn die B-GmbH eine österreichische GmbH wäre? Dann würde ja die B-GmbH die M-Ltd bereits beherrschen. Das heißt §10a würde bei dieser zur Anwendung kommen und 70% müssten zugerechnet werden. Wieviel % werden aber dann der A-GmbH zugerechnet?

Und nur für das Verständnis: In Malta beträgt der Steuersatz grundsätzlich 35% aber bei Ausschüttung wird 6/7 refundiert und somit ist der Steuersatz unter 12,5%. Das heißt, wenn die M-Ltd im Februar 2019 ihren Gewinn für 2018 iHv EUR 100.000,- festgestellt hat, wird dieser gemäß § 10a (5) anteilig hinzugerechnet auch wenn die Ltd nicht ausschüttet?

Vielen Dank im Voraus und entschuldigen Sie die verspätete Übermittlung.

1 Gedanke zu „10a Zurechnung“

  1. § 10a Abs. 9 Z 1 KStG:
    Die Hinzurechnung bei mittelbar beteiligten beherrschenden Körperschaften unterbleibt insoweit, als die Passiveinkünfte bereits bei einer unmittelbar oder mittelbar näher beteiligten beherrschenden Körperschaft im Inland hinzugerechnet werden.

    Malta: Methode – richtig

    Malta Zeitpunkt: Nein – § 10a Abs. 5 Z 2 – Hinzurechnung im WJ, das im WJ der inl Körperschaft endet

    Antworten

Schreibe einen Kommentar