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Fallprüfungsschema FinStrG

Sehr geehrter Herr Mag. Fritsch, warum wird die Schuldfrage erst an 3. Stelle des Fallprüfungsschemas geprüft? Bei Prüfschritt 1 beurteile ich ja auch die subjektive Tatseite. Bei der Schuldfrage beurteile ich dann wiederum u.a. das Unrechtsbewusstsein des Täters. Wenn aber bspw. überhaupt kein Unrechtsbewusstsein im Zeitpunkt der Tat gegeben ist, dann wäre ja ggf. bereits die subjektive Tatseite nicht erfüllt und die Tatbestandsmäßigkeit nicht gegeben? Wäre die Schuldfrage daher nicht vor der Frage der Tatbestandsmäßigkeit zu stellen bzw. schließt die Prüfung der subjektiven Tatseite eines Finanzvergehens bei der Beurteilung der Tatbestandsmäßigkeit nicht automatisch auch die Prüfung der Schuld, zumindest in Hinblick auf das Unrechtsbewusstsein mitein? Vielen Dank.

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