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Beitrag 5: Reisefreiheit

In der öffentlichen Diskussion über die Wiederöffnung Österreichs kommt ein ganz zentraler Punkt für mich entschieden zu kurz: die Reisefreiheit.

Wir leben in einer immer stärker zusammenwachsenden Welt, in der vor Corona die Reisefreiheit ein absolut zentraler Punkt war. Österreich hat davon sehr stark profitiert. Bitte erinnern wir uns an den EU-Slogan: „Mittendrin statt nur dabei.“ Unsere gesamte Wirtschaft war genau auf diese Reisefreiheit eingestellt. Stellen wir diese nicht umgehend wieder her, sind die negativen Folgen fatal.

Was sind unmittelbare Folgen:

  • Es kommen weniger Besucher (denken wir zB an Städtetourismus)
  • Die Abnehmer dieser Besucher machen weniger Umsatz, zB
    • Transportbetriebe wie z.B. Airlines
    • Hotels und Appartementvermietungen
    • Mietwagen
    • Gastronomie
    • Einzelhandel

Löst dies auch mittelbare Folgen aus? JA, zB

  • für die Unternehmen, die an Hotels, Gastronomiebetriebe etc leisten 
  • Mietpreise: diese basieren in den Städten auf den Besucherzahlen; kommen keine Besucher, sind diese für die Gastromomiebetriebe und die Einzelhandelsgeschäfte viel zu hoch
  • für die Unternehmen, die an die Unternehmen leisten, die für die Hotels und Gastronomiebetriebe leisteten.

Wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird. Die Wellen breiten sich kreisförmig aus und werden immer größer. Man nennt es in der Volkswirtschaftslehre den „Multiplikatoreffekt“.

Die EU hat Maßnahmen für die Airlines beschlossen. Eine picke ich mir raus: Es darf nur jeder zweite Platz besetzt werden. Die Airlines konnten auch vor Corona kaum kostendeckend arbeiten. Es ist in 70 Jahren der AUA nicht gelungen, längerfristig positive Zahlen zu erwirtschaften. Deshalb wurde sie ja auch mit einem Mitbringsel von € 500 Millionen verschenkt.

Jetzt soll sie mit Hälftebelegung fliegen? Variable Kosten (Flugzeug, Sprit, Gebühren, Flugpersonal) in fast derselben Höhe und nunmehr nur die Hälfte der Abnehmer? Ich frage mich, wer sich sowas ausdenkt.

Fliegt niemand, so kommt niemand!

Kommt niemand, so können wir hier nicht wirtschaftlich überleben.

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