Ausschüttung von ausländischer Beteiligung 10a / 10 KStG

Lieber Herr Fritsch,

Ich hätte folgende Frage:

Die österreichische A-GmbH erwirbt am 01.01.2018 eine 60% Beteiligung an der B-AG. Die B-AG hat ihren Sitz in Ungarn (9% Steuersatz). Der Unternehmensschwerpunkt der B-AG liegt im Erzielen von Einkünften aus Finanzierungsleasing. Im Jahr 2018 erzielt die B-AG einen Gewinn von EUR 100.000,-. Im Jahr 2019 wiederum einen Gewinn von EUR 100.000,-. Der Gewinn aus dem Jahr 2018 wird am 30.05.2019 an die A-GmbH ausgeschüttet.

Meine Frage: Verstehe ich richtig, dass die Hinzurechnungsbesteuerung gem § 10a (5) KStG (es sind ja alle Voraussetzungen erfüllt: mehr als 1/3 Passiveinkünfte, Niedrigbesteuerung, A-GmbH ist zu mehr als 50% beteiligt , keine wesentliche wirtschaftliche Tätigkeit der B-AG) für 2019 vorgenommen wird, auch wenn noch keine Ausschüttung stattgefunden hat. Für 2018 allerdings war diese Bestimmung noch nicht in Kraft, sodass die Ausschüttung vom 30.05.2019 unter den Tatbestand des § 10a (7) Z 1 fällt (Z2 ist ja auch erfüllt es fand ja noch keine Zurechnung statt) und demgemäß ein Methodenwechsel vorzunehmen ist?. Oder gibt es eine Übergangsbestimmung sodass für die Ausschüttung des Gewinns 2018 § 10 Abs 4 bis Abs 6 anwendbar wäre?

Vielen Dank für Ihre Hilfe im Voraus!
Valentin Strasser

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