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§139 BAO iVm §33(1) FinStrG

Fallannahme: Abgabe fahrlässig falsche ESt-StErkl – Erkennen des Fehlers VOR Bescheiderlassung – keine Korrektur gem §139 BAO durch Abgabepflichtigen (§77 BAO). – Folge: § 33(1) FinStrG wird verwirklicht.
Ist folgende Argumentation richtig?
Bis Bescheiderlassung: Versuch §13(1) iVm §33(1) iVm §13(2) FinStrG, weil Abgabe StErkl = der Ausführung unmittelbar vorangegangene Handlung, denn Ausführung iSv §33(1) FinStrG „erst dann“, wenn Bescheid ergangen ist (§33(3) lit a).
Ab Bescheiderlassung: §33(3) lit a FinStrG -> §33(1): Vollendung („Abgabenhinterziehung bewirkt“).
Folge: würde – theoretisch – nie ein Bescheid erlassen, obwohl ursprünglich („nur“) FAHRLÄSSIG eine falsche Steuererklärung abgegeben wurde, trotzdem strafbar, eben wegen „Versuch“ von § 33(1)!? – Dies würde weiters bedeuten: wenn Gerichtszuständigkeit -> niemals Verjährung der Strafbarkeit; wenn („hingegen“) Vw-Beh-Zuständigkeit: Absolutverjährung 10 Jahre (§31(5)S1 FinStrG).

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